ChatGPT, Copilot und Claude: Welches Tool passt zu welcher Aufgabe?
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ChatGPT, Microsoft Copilot und Claude sind KI-Assistenten für den Arbeitsalltag. Welches Tool passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie frei formulieren, in Microsoft 365 arbeiten oder längere Dokumente bearbeiten möchten.
Viele Menschen starten mit KI über ein bekanntes Tool. Häufig ist das ChatGPT, Microsoft Copilot oder Claude. Schnell entsteht dann die Frage: Welches Tool ist besser?
Die sinnvollere Frage lautet: Welches Tool passt zu welcher Aufgabe?
Denn KI-Tools unterscheiden sich nicht nur durch Funktionen, sondern auch durch Einsatzkontext, Unternehmensfreigaben, Datenschutz, Dateiumgang, Integrationen und Arbeitsweise.
ChatGPT: flexibel für viele Aufgaben
ChatGPT ist für viele ein guter Einstieg, weil es sehr flexibel ist. Sie können Fragen stellen, Texte formulieren, Ideen entwickeln, Inhalte zusammenfassen oder Entwürfe verbessern lassen.
Typische Aufgaben:
- E-Mails formulieren
- Texte überarbeiten
- Ideen sammeln
- Präsentationsstrukturen entwickeln
- Checklisten erstellen
- Prompts testen
- Konzepte skizzieren
ChatGPT ist besonders hilfreich, wenn Sie schnell mit Sprache, Struktur oder Ideen arbeiten möchten.
Grenze: Ohne passenden Kontext kann das Ergebnis allgemein bleiben. Außerdem müssen Datenschutz, Tarif, Einstellungen und Unternehmensfreigaben beachtet werden.
Microsoft Copilot: stark im Microsoft-365-Kontext
Microsoft Copilot ist besonders relevant, wenn Ihr Arbeitsalltag stark in Microsoft 365 stattfindet. Je nach Version und Freigabe kann Copilot in Anwendungen wie Word, Outlook, PowerPoint, Excel oder Teams eingebunden sein.
Typische Aufgaben:
- E-Mails in Outlook vorbereiten
- Besprechungen in Teams nachbereiten
- Dokumente in Word bearbeiten
- Präsentationen in PowerPoint vorbereiten
- Tabellen in Excel unterstützen
- Informationen im Microsoft-Umfeld auffinden
Copilot ist deshalb weniger ein isoliertes Tool und stärker ein Assistent in bestehender Arbeitsumgebung.
Grenze: Der Nutzen hängt stark vom Setup, den Lizenzen, Datenzugriffen und internen Freigaben ab. Nicht jede Copilot-Funktion steht in jeder Umgebung gleich zur Verfügung.
Claude: stark bei längeren Texten und Dokumenten
Claude wird häufig für längere Texte, Dokumente und differenzierte Sprache genutzt. Es kann hilfreich sein, wenn Sie längere Inhalte strukturieren, zusammenfassen, vergleichen oder überarbeiten möchten.
Typische Aufgaben:
- längere Dokumente analysieren
- Berichte strukturieren
- Texte stilistisch überarbeiten
- Argumentationen prüfen
- Konzepte ausformulieren
- umfangreiche Notizen ordnen
Claude kann besonders nützlich sein, wenn Sie nicht nur eine kurze Antwort brauchen, sondern mit längeren Textteilen arbeiten.
Grenze: Auch hier gilt: Ergebnisse müssen geprüft werden. Zudem muss geklärt sein, welche Daten in das Tool eingegeben werden dürfen.
Entscheidung nach Aufgabe
Eine einfache Orientierung:
| Aufgabe | Naheliegendes Tool |
|---|---|
| E-Mail aus Stichpunkten formulieren | ChatGPT, Copilot |
| Teams-Meeting nachbereiten | Microsoft Copilot |
| Längeres Dokument strukturieren | Claude, NotebookLM |
| Präsentationsstruktur entwickeln | ChatGPT, Copilot, Claude |
| Recherche mit Quellen | Perplexity, NotebookLM |
| Text stilistisch überarbeiten | Claude, ChatGPT |
| Microsoft-365-Inhalte nutzen | Microsoft Copilot |
Diese Zuordnung ist keine feste Regel. Sie zeigt nur, welches Tool für welche Aufgabe naheliegen kann.
Unternehmen sollten nicht nur auf Funktionen schauen
Im Unternehmenskontext ist die Toolwahl nicht nur eine Komfortfrage. Wichtig sind auch:
- Datenschutz
- Lizenzen
- Datenzugriffe
- interne Freigaben
- Dokumentation
- Schulung
- Support
- Integrationen
- Verantwortlichkeiten
Ein Tool kann fachlich gut passen, aber für bestimmte Daten nicht freigegeben sein. Umgekehrt kann ein freigegebenes Tool im Alltag nur dann hilfreich sein, wenn Mitarbeitende wissen, wie sie es sinnvoll nutzen.
Gute Toolwahl beginnt mit Use Cases
Statt zuerst Tools zu vergleichen, sollten Teams typische Aufgaben sammeln:
- Welche wiederkehrenden Texte schreiben wir?
- Welche Meetings erzeugen viel Nacharbeit?
- Welche Dokumente müssen regelmäßig zusammengefasst werden?
- Welche Rechercheaufgaben kosten viel Zeit?
- Welche Entscheidungen brauchen bessere Vorlagen?
Erst danach lohnt sich die Frage, welches Tool dafür passt.
Passende interne Inhalte
Mehr zu den einzelnen Tools:
Passender Kurs: ChatGPT, Copilot und Claude produktiv nutzen
Passende Use Cases:
Passende Glossarbegriffe:
Fazit
ChatGPT, Copilot und Claude sind keine austauschbaren Namen für dasselbe Werkzeug. Sie überschneiden sich, haben aber unterschiedliche Stärken.
Für die Praxis zählt weniger, welches Tool allgemein am bekanntesten ist. Entscheidend ist, welche Aufgabe Sie lösen möchten, welche Daten Sie verwenden dürfen und welche Lösung im Unternehmen freigegeben ist.
