Use Case
Mit KI lassen sich ein Schulungskonzept in wenigen Stunden entwerfen: Lernziele, Aufbau, Methoden, Zeitplan. Die KI strukturiert, Sie bringen Erfahrung und Branchenwissen.
Für wen ist dieser Use Case geeignet?
Dieser Use Case eignet sich für Learning & Development, HR, Trainer, Beraterinnen, Lehrkräfte und alle, die Schulungen konzipieren.
Besonders hilfreich ist er bei Schulungen zu neuen Themen, für die noch kein bewährtes Konzept existiert.
Ausgangsproblem
Schulungen entstehen oft unter Zeitdruck. Das führt zu Konzepten, die fachlich solide sind, didaktisch aber wenig differenziert. Die KI kann hier einen tragfähigen Aufbau in Minuten liefern.
Die didaktische Endabnahme und die Passung zur Zielgruppe bleiben jedoch Ihre Aufgabe. Eine schlüssige Methodenwahl entsteht nicht durch KI allein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Rahmenbedingungen klären
Bevor die KI hilft, kläre:
- Thema und Schulungsziel
- Zielgruppe und Vorwissen
- Dauer und Format (Präsenz, online, hybrid)
- Trainer-Profil
- Anwendungskontext nach der Schulung
Schritt 2: Lernziele klar formulieren
Klare Lernziele steuern das ganze Konzept. Nutzen Sie dafür den Use Case „Lernziele mit KI formulieren“ oder gib der KI eine Liste an gewünschten Aktionsverben mit.
Schritt 3: KI einen Aufbau und Methodenvorschläge erstellen lassen
Lassen Sie die KI Phasen, Methoden, Zeitfenster, Übungen und Reflexionsblöcke vorschlagen. Sinnvoll: zwei Varianten anfordern, z. B. „klassisch“ und „aktivierend“.
Schritt 4: Methoden auf Zielgruppe prüfen
Nicht jede Methode passen zu jeder Zielgruppe. Prüfen Sie pro Methode: Funktioniert das mit dieser Gruppe, in diesem Format, in dieser Zeit?
Schritt 5: Material und Logistik planen
Erst nach Aufbau und Methoden geht es um Material, Räume und Logistik. Wer früher dort startet, optimiert oft an einem unfertigen Konzept.
Beispielprompt
Entwirf ein Schulungskonzept zu folgendem Thema.
Thema:
[Thema in 1-2 Sätzen]
Zielgruppe:
[Vorwissen, Funktion, Erwartung]
Dauer und Format:
[z. B. 4 Stunden Präsenz / 2 x 90 Minuten online]
Anwendungskontext nach der Schulung:
[Wo soll das Gelernte angewendet werden?]
Trainer-Profil:
[Fachperson, externer Trainer, interne Führungskraft]
Aufgabe:
1. Formuliere 5-7 Lernziele mit klaren Aktionsverben.
2. Schlage einen Aufbau in Phasen vor.
3. Schlage pro Phase Methoden und Übungen vor, die zur Zielgruppe passen.
4. Schlage Reflexions- und Transfer-Elemente vor.
5. Markiere Methoden, die in der vorgegebenen Zeit knapp werden könnten.
6. Erfinde keine externen Quellen oder konkrete Anbieter.
Qualitätscheck
Vor der Übergabe an die Umsetzung prüfe:
- Sind die Lernziele überprüfbar formuliert?
- Passen die Methoden zu Zielgruppe und Format?
- Ist die Zeit realistisch verteilt?
- Sind Transfer-Elemente eingebaut?
- Wirkt der Aufbau didaktisch schlüssig?
Ein guter Test: Könnten Teilnehmende anhand des Konzepts erklären, was sie nach der Schulung anders tun?
Risiken und Grenzen
KI-Vorschläge wirken plausibel, lassen sich aber leicht überfrachten. Wer zu viele Methoden plant, riskiert ein Konzept, das auf dem Papier reich wirkt, in der Umsetzung aber Hektik erzeugt.
Außerdem kann die KI Methoden vorschlagen, die für Ihre Zielgruppe nicht passen. Eine erfahrene Trainerin trifft hier die bessere Auswahl als das beste Tool.
Datenschutzhinweis
Wenn Ihre Schulung interne Inhalte berührt, gib nur abstrahierte Briefings in offene Tools. Konkrete Produkte, Strategien oder Personen gehören nicht ungefiltert in das KI-Tool.
In Unternehmen sollten freigegebene Tools mit klarer Datenschutzklausel genutzt werden, wenn vertrauliche Inhalte verarbeitet werden.
Passende Tools
- Claude: gut für ausgearbeitete didaktische Konzepte
- ChatGPT: gut für strukturierte Lernziel- und Methoden-Sets
- Microsoft Copilot: praktisch, wenn das Konzept direkt in Office-Dokumenten entsteht
- Gemini: passend bei Google-Workspace-Nutzung
Passende Glossarbegriffe
Passende Kurse
- Sicher starten mit KI
- KI im Arbeitsalltag anwenden
- KI im Arbeitsalltag anwenden
- ChatGPT, Copilot und Claude produktiv nutzen
