Use Case
Mit KI lassen sich eine Workshop-Agenda in etwa einer Stunde aufbauen, die Inhalte, Methoden und Energiekurve sinnvoll verbindet. Die KI liefert Strukturvorschläge und Methoden, Sie bringen Moderationsgefühl und Gruppenkenntnis mit.
Für wen ist dieser Use Case geeignet?
Dieser Use Case eignet sich für Moderation, Learning & Development, Beratung, HR und alle, die Workshops konzipieren oder leiten.
Besonders hilfreich ist er bei Workshops zu neuen Themen, für die noch kein bewährtes Format existiert.
Ausgangsproblem
Workshops scheitern selten am Inhalt, oft am Ablauf. Wer zu viel hineinpackt, hetzt durch. Wer zu wenig plant, verliert sich. Wer Methoden falsch wählt, verliert die Gruppe.
KI kann hier helfen, indem sie eine ausbalancierte Struktur mit Methoden, Zeitfenstern und Energiekurve vorschlägt. Die Anpassung an die konkrete Gruppe bleibt Ihre Aufgabe.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Ziel und Ergebnis klären
Bevor Sie planen, halten Sie fest:
- Was soll am Ende des Workshops konkret entstanden sein?
- Wer nimmt teil und mit welcher Erwartung?
- Wie viel Zeit steht zur Verfügung?
- Welche Räume und Mittel sind vorhanden?
Schritt 2: Inhalte und Methoden sammeln
Notieren Sie die zentralen Inhalte und mögliche Methoden. Markieren Sie Muss-Inhalte und optionale Inhalte für den Fall, dass Zeit knapp wird.
Schritt 3: KI Agenda-Vorschläge entwickeln lassen
Geben Sie Ziel, Teilnehmende, Zeit und Inhalte ein. Lassen Sie zwei Varianten vorschlagen: eine konvergente und eine divergente.
Schritt 4: Energiekurve prüfen
Workshops brauchen einen Rhythmus aus Input, Bewegung, Diskussion und Pause. Prüfen Sie jeden Block: Wo droht ein Energietief? Wo ist Aktivierung sinnvoll?
Schritt 5: Notfallplan einbauen
Was tun, wenn die Diskussion ausufert oder ein Block nicht funktioniert? Planen Sie Pufferzeiten und einen Plan B für die wichtigsten Blöcke.
Beispielprompt
Helfen Sie mir, eine Workshop-Agenda zu entwickeln.
Workshop-Ziel:
[Was soll am Ende erreicht sein?]
Teilnehmende:
[Anzahl, Rollen, Vorwissen]
Dauer und Format:
[z. B. ganztägig Präsenz / 3 Stunden online]
Zentrale Inhalte:
- Muss: [...]
- Optional: [...]
Aufgabe:
1. Schlagen Sie zwei Aufbau-Varianten vor: konvergent (zum Ergebnis hinarbeiten) und divergent (Raum für Exploration).
2. Strukturieren Sie die Agenda in Phasen mit Zeitfenstern, Methoden und gewünschtem Ergebnis je Phase.
3. Bauen Sie Pausen, Aktivierungen und Reflexion ein.
4. Markieren Sie Phasen, die in der Zeit knapp werden könnten.
5. Schlagen Sie pro Hauptphase eine Backup-Methode für den Notfall vor.
Vermeiden Sie didaktische Floskeln und bleiben Sie konkret.
Qualitätscheck
Vor dem Workshop prüfen Sie die Agenda:
- Adressiert die Agenda das Workshop-Ziel klar?
- Mischt sie unterschiedliche Methoden sinnvoll?
- Stimmen Zeitfenster mit der Gesamtdauer?
- Gibt es Energiekurven-Elemente?
- Existiert ein Plan B für kritische Blöcke?
Ein guter Test: Können Sie die Agenda jemandem ohne lange Erklärung übergeben? Wenn ja, ist sie tragfähig.
Risiken und Grenzen
KI-Agenden wirken sauber, lassen sich aber überfüllen. Wer zu viel hineinplant, riskiert Hektik und Frust.
Außerdem kann die KI Methoden vorschlagen, die zur Gruppe nicht passen. Erfahrung mit der Zielgruppe ist und bleibt zentral.
Datenschutzhinweis
Wenn Ihr Workshop interne Themen oder Personen berührt, geben Sie nur abstrahierte Beschreibungen in offene Tools.
In Unternehmen sollten freigegebene Tools mit klarer Datenschutzklausel genutzt werden, wenn vertrauliche Inhalte verarbeitet werden.
Passende Tools
- Claude: gut für ausgearbeitete Methoden-Sequenzen
- ChatGPT: gut für schnelle Aufbau-Varianten
- Microsoft Copilot: praktisch, wenn die Agenda direkt in Office-Tools entsteht
- Gemini: passend bei Google-Workspace-Nutzung
Passende Glossarbegriffe
Passende Kurse
- Sicher starten mit KI
- KI im Arbeitsalltag anwenden
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