Use Case
Mit KI lassen sich Content-Ideen schnell und in großer Zahl generieren. Die KI arbeitet als strukturierter Brainstorming-Partner: Sie schlägt Themen, Formate und Winkel vor. Die Bewertung und Auswahl bleibt bei Ihnen, weil die KI Ihre Zielgruppe, Ihren Redaktionsplan und Ihre strategischen Prioritäten nicht kennt.
Für wen ist dieser Use Case geeignet?
Dieser Use Case eignet sich für Marketing, Content-Teams, Social-Media-Verantwortliche und alle, die regelmäßig Themen und Formate planen müssen. Besonders hilfreich ist er bei der Vorbereitung von Redaktionskonferenzen, beim Start neuer Themenfelder oder wenn eine Themenserie geplant wird.
Auch für kleine Teams, die mehrere Kanäle gleichzeitig bespielen, kann KI helfen, schneller einen Themenpool aufzubauen.
Ausgangsproblem
Gute Content-Ideen brauchen Zeit und Perspektive. In vielen Teams stehen dieselben Themen immer wieder auf der Liste, weil der Wechsel des Blickwinkels im Alltag fehlt. Brainstorming kostet Zeit, die oft nicht da ist.
KI kann hier schnell viele Vorschläge liefern und Perspektiven einbringen, die im Alltag übersehen werden. Sie kennt Themenfelder, Formate und Winkel aus einem breiten Trainingsdatensatz. Was sie nicht kennt: Ihre Zielgruppe, Ihre Positionierung und was bereits gut oder schlecht funktioniert hat.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Ausgangslage beschreiben
Geben Sie der KI den Kontext: Für wen schreiben Sie, auf welchen Kanälen, zu welchem Themenfeld?
Sinnvolle Angaben:
- Branche oder Themenfeld
- Zielgruppe und deren Fragestellungen
- Kanäle: Blog, LinkedIn, Newsletter, YouTube
- Format-Präferenzen: Ratgeber, Meinung, Fallbeispiel, Liste
Schritt 2: Ideen in Menge generieren
Lassen Sie sich eine größere Anzahl an Ideen generieren, zum Beispiel zwanzig oder dreißig. Wer die Masse einschränkt, schränkt auch die Vielfalt ein.
Schritt 3: Ideen aus verschiedenen Winkeln erkunden
Bitten Sie die KI, dasselbe Thema aus verschiedenen Perspektiven zu bearbeiten: als Ratgeber-Artikel, als konträren Standpunkt, als Fallbeispiel, als Frage-Antwort-Format.
Schritt 4: Ideen bewerten und priorisieren
Sortieren Sie die Ideen nach Ihrer eigenen Einschätzung: Welche passen zur Zielgruppe? Welche liefern echten Mehrwert? Welche lassen sich mit verfügbaren Ressourcen umsetzen?
Schritt 5: Themen in den Redaktionsplan überführen
Übertragen Sie die ausgewählten Ideen in Ihren Redaktionsplan. Vergeben Sie Format, Kanal und Termin.
Beispielprompt
Generiere Content-Ideen für den folgenden Kontext.
Branche / Themenfeld: [z. B. HR-Software für mittelständische Unternehmen]
Zielgruppe: [z. B. HR-Verantwortliche, 50–500 Mitarbeitende]
Kanäle: [z. B. LinkedIn und monatlicher Newsletter]
Format-Präferenzen: [z. B. Ratgeber, Praxisbeispiel, Frage-Antwort]
Aktuelle Schwerpunkte: [z. B. KI im HR-Alltag, Mitarbeiterbindung]
Aufgabe:
1. Generiere 20 konkrete Content-Ideen mit Arbeitstitel und einem Satz Beschreibung.
2. Schlage für jede Idee einen passenden Kanal und ein Format vor.
3. Markiere Ideen, die sich für eine Themenserie eignen.
4. Ergänze 5 Ideen, die einen anderen Blickwinkel oder eine konträre These verfolgen.
Wichtig:
- Keine allgemeinen Floskeln als Thementitel (z. B. "Die Bedeutung von X").
- Ideen sollen konkret genug sein, um direkt bearbeitet zu werden.
Qualitätscheck
Bevor Sie Ideen in den Redaktionsplan übernehmen, prüfen Sie:
- Beantwortet die Idee eine echte Frage Ihrer Zielgruppe?
- Unterscheidet sie sich von bereits vorhandenen Inhalten?
- Haben Sie die Ressourcen, um das Thema fundiert zu bearbeiten?
- Passt das Format zum Kanal und zur Zielgruppe?
- Gibt es einen klaren Mehrwert für Leserinnen und Leser?
Die beste Idee ist die, die Ihre Zielgruppe wirklich beschäftigt und die Sie mit echter Expertise bearbeiten können.
Risiken und Grenzen
KI-Ideen können oberflächlich oder zu allgemein sein. Viele KI-Vorschläge zu Themen wie „Best Practices“ oder „Trends“ klingen professionell, transportieren aber keine eigene Position oder Expertise. Solche Themen produzieren Content ohne Profil.
Außerdem kann KI keine aktuellen Themen kennen, die sich jüngst entwickelt haben, und keine Nischen-Insights liefern, die aus echten Kundengesprächen kommen. KI-Ideen sind ein Startpunkt, kein Ersatz für eigene Marktkenntnis.
Datenschutzhinweis
Für diesen Use Case werden in der Regel keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten benötigt. Wenn Sie interne Kundendaten oder Analyseergebnisse als Grundlage eingeben, prüfen Sie vorher, ob das Tool für diese Daten freigegeben ist.
Passende Tools
- ChatGPT: gut für schnelle Ideenmenge und Varianten
- Claude: gut für differenzierte Themenbeschreibungen und Serienentwürfe
- Perplexity: sinnvoll, wenn Ideen mit aktuellen Quellen und Trends abgeglichen werden sollen
- Microsoft Copilot: passend bei Arbeit im Microsoft-Ökosystem
