Use Case
Mit KI lassen sich aus einem Thema, einem Ziel und einer Zielgruppe in wenigen Minuten eine sinnvolle Foliengliederung erstellen. Die KI liefert das Skelett, Sie füllen es mit Inhalt und Erfahrung.
Für wen ist dieser Use Case geeignet?
Dieser Use Case eignet sich für alle, die regelmäßig präsentieren: Führungskräfte, Projektleitung, HR, Vertrieb, Marketing, Beratung. Besonders hilfreich ist er, wenn das Thema klar ist, der Aufbau aber noch wackelt.
Auch bei kurzfristigen Anlässen, etwa einem Update-Termin in zwei Tagen, kann die KI eine erste sinnvolle Struktur liefern, statt vom leeren Blatt zu starten.
Ausgangsproblem
Viele Präsentationen leiden weniger an Inhalten als an Aufbau. Was zuerst, was später, wo das Beispiel, wo der Call-to-Action? Wer den roten Faden erst beim Schreiben sucht, verliert Zeit und Klarheit.
KI kann hier strukturieren. Sie kennt typische Dramaturgien, schlägt Reihenfolgen vor und prüft, ob jede Folie einem Ziel dient. Den Inhalt müssen Sie weiterhin mitbringen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen
Bevor die KI hilft, brauchen Sie die Antwort auf zwei Fragen:
- Was soll die Zielgruppe nach der Präsentation tun, denken oder entscheiden?
- Wer sitzt im Raum? Geschäftsleitung, Fachpublikum, Kunden, Mitarbeitende?
Schritt 2: Inhalte und Format vorgeben
Notieren Sie die wichtigsten Inhalte, die Sie vermitteln möchten. Geben Sie der KI außerdem den Rahmen: Länge in Minuten, Anzahl Folien, Anlass.
Schritt 3: KI eine Gliederung vorschlagen lassen
Lassen Sie sich mehrere Varianten geben, etwa eine klassische und eine erzählerische Variante. Vergleiche, welche besser zur Zielgruppe passen.
Schritt 4: Struktur kritisch prüfen
Prüfen Sie jede Folie auf ihren Zweck. Eine gute Faustregel: Jede Folie sollte einem Schritt im Argumentationsweg dienen. Wenn Sie eine Folie nicht in einem Satz erklären können, gehört sie überarbeitet oder weg.
Schritt 5: Inhalte einarbeiten und Story prüfen
Mit der geklärten Struktur füllen Sie die Folien. Vor der Fertigstellung erzähle die Präsentation einmal in eigenen Worten durch. Wo Sie stockst oder zweifelst, fehlt etwas.
Beispielprompt
Erstelle eine Foliengliederung für die folgende Präsentation.
Thema: [Thema einfügen]
Ziel: [Was soll die Zielgruppe danach tun, denken oder entscheiden?]
Zielgruppe: [z. B. Geschäftsleitung, Fachpublikum, Kunden, Mitarbeitende]
Anlass: [z. B. Quartalsupdate, Pitch, Schulung]
Länge: [z. B. 15 Minuten / 10 Folien]
Aufgabe:
1. Schlage zwei unterschiedliche Aufbau-Varianten vor: eine klassische und eine erzählerisch geführte.
2. Gib für jede Folie einen knappen Folientitel und einen Satz zum Inhalt.
3. Markiere Folien, die ein Beispiel oder eine Visualisierung brauchen.
4. Schlage einen klaren Einstieg und einen klaren Abschluss vor.
Wichtig:
- Erfinde keine Inhalte, die nicht zum Thema passen.
- Wenn etwas am Briefing unklar ist, frage am Ende nach.
Qualitätscheck
Bevor Sie in die Detailarbeit gehen, prüfe die Gliederung:
- Dient jede Folie einem klaren Zweck?
- Ist der rote Faden in einem Satz beschreibbar?
- Gibt es einen Hook am Anfang und einen klaren Abschluss?
- Sind die Folien gleichmäßig dicht oder gibt es Lehrstellen?
- Passt die Reihenfolge zur Aufmerksamkeit der Zielgruppe?
Wer eine Gliederung in einem Satz erklären kann, hat eine tragfähige Struktur. Wenn das nicht gelingt, lieber nochmal überarbeiten.
Risiken und Grenzen
KI liefert Strukturen, die meist plausibel klingen, aber generisch sein können. Wer ohne Prüfung übernimmt, riskiert eine Präsentation, die nach Standard wirkt und keine Position vertritt. Eine Aufbau-Vorlage ersetzt keine eigene Idee.
Außerdem können KI-Vorschläge das aktuelle Wissen über die Zielgruppe nicht enthalten. Was im Vortragsraum funktioniert, wissen nur Sie. Die KI ist Sparringspartner, kein Strategieersatz.
Datenschutzhinweis
Wenn Ihr Präsentationsthema vertrauliche Inhalte berührt, gib nur die abstrakte Themenbeschreibung in die KI. Konkrete Zahlen, interne Strategien oder Kundennamen gehören nicht in offene Tools.
In Unternehmen sollte vorher geklärt sein, welche Tools für Präsentationsarbeit freigegeben sind und ob diese auf Trainingsdaten zugreifen.
Passende Tools
- ChatGPT: gut für Aufbau-Varianten und kreative Einstiege
- Claude: gut für längere Storylines und differenzierte Argumentation
- Gamma: wenn aus der Gliederung direkt eine Slide-Datei entstehen soll
- Microsoft Copilot: passend bei Arbeiten direkt in PowerPoint
Passende Glossarbegriffe
Passende Kurse
- Sicher starten mit KI
- KI im Arbeitsalltag anwenden
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