KI-Use-Case

KI-Glossar

Eine konkrete, abgegrenzte Aufgabe im Arbeitsalltag, bei der KI einen klaren Mehrwert liefert.

Kurzdefinition

Ein KI-Use-Case beschreibt einen konkreten Anwendungsfall: welche Aufgabe, mit welchem Tool, für welches Ziel, mit welchem messbaren Nutzen.

Einfach erklärt

Use Cases sind das Gegenteil von „KI für alles“. Ein guter Use Case ist klein genug, um in zwei Sätzen beschreibbar zu sein, und groß genug, um spürbaren Nutzen zu bringen. „Meeting-Protokolle aus Aufnahmen erzeugen“ ist ein Use Case. „KI in der Verwaltung“ ist keiner.

Im Berufsalltag lohnt es sich, mit einer kleinen Liste konkreter Use Cases zu starten. Je präziser die Aufgabe, desto klarer der Mehrwert und desto einfacher die Erfolgsbewertung.

Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Eine HR-Abteilung definiert drei Use Cases für KI: Stellenanzeigen aus Job-Profilen entwerfen, Bewerber-Feedback in Mustern auswerten, Interview-Leitfäden zu typischen Profilen generieren. Jeder Use Case wird einzeln aufgesetzt, getestet und bewertet, bevor der nächste startet.

Warum ist der Begriff wichtig?

Wer Use Cases sammelt, statt nur Tools auszuprobieren, kommt schneller zu echtem Nutzen. Tools sind Mittel, Use Cases sind Zweck.

Für Unternehmen ist eine kuratierte Use-Case-Bibliothek ein zentraler Hebel: Sie macht Erfolg sichtbar, hilft bei der Priorisierung und beschleunigt Skalierung.

Chancen

  • Klare Erfolgsmessung pro Anwendungsfall
  • Schrittweises Lernen statt großem Big Bang
  • Bessere Priorisierung knapper Ressourcen
  • Sichtbarer Nutzen erhöht Akzeptanz im Team

Risiken und typische Fehler

  • Zu viele kleine Use Cases ohne Strategie verzetteln
  • Schöne Demos werden mit echten Use Cases verwechselt
  • Erfolgsmessung fehlt und der Nutzen bleibt im Bauchgefühl
  • Use Cases ohne Owner versanden nach dem Pilot

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